🗓 Aktualisiert am 17. Juli 2026 · EcoBack Redaktion
Ob eine Infrarotheizung ihren Job macht, entscheidet fast nur eine Zahl: die Watt-Leistung im Verhältnis zur Raumgröße. Zu schwach dimensioniert läuft das Panel im Dauerbetrieb und der Raum wird trotzdem nicht warm, zu stark gekauft zahlst du unnötig drauf. Hier rechnest du deinen Bedarf in Sekunden aus — mit Rechner, Tabelle für 8 bis 30 m² und der Formel zum Selbstrechnen.
Watt-Rechner: Raumgröße und Dämmung eingeben
Dein Watt-Bedarf:
Der Rechner nutzt die gängige Faustformel der Hersteller: 60 W/m² bei guter, 80 W/m² bei mittlerer und 100 W/m² bei schlechter Dämmung. Bei Deckenhöhen über 2,60 m, vielen Außenwänden oder großen Fensterflächen nimmst du sicherheitshalber die nächsthöhere Dämmstufe.
Watt-Tabelle: 8 bis 30 m² auf einen Blick
Falls du nicht rechnen willst — hier der Bedarf für typische Raumgrößen, gerundet auf handelsübliche Panel-Leistungen:
| Raumgröße | Gute Dämmung (60 W/m²) | Schlechte Dämmung (100 W/m²) |
|---|---|---|
| 8 m² (Bad) | ca. 480 W → 500-W-Panel | ca. 800 W |
| 10 m² | ca. 600 W | ca. 1.000 W |
| 15 m² | ca. 900 W | ca. 1.500 W |
| 20 m² (Wohnzimmer) | ca. 1.200 W | ca. 2.000 W |
| 25 m² | ca. 1.500 W | ca. 2.500 W → 2 Panels |
| 30 m² | ca. 1.800 W | ca. 3.000 W → 2 Panels |
Mittlere Dämmung liegt jeweils dazwischen (80 W/m²): für 20 m² also rund 1.600 W. Zwei Sonderfälle: Im Bad rechnest du besser eine Stufe höher, weil dort 22–24 °C statt 20 °C üblich sind — für 8 m² also eher 800 W statt 500 W. Und Panels gibt es nur in festen Stufen (typisch 300, 450, 600, 900 und 1.200 W): Runde deshalb immer auf die nächstgrößere Panel-Leistung auf, nicht ab. Speziell für 20-m²-Räume vergleichen wir alle Heizoptionen im Ratgeber Heizung für 20 qm.
So rechnest du selbst
Die Formel ist bewusst simpel — Infrarotpanels werden ohne Heizlastberechnung nach Faustwert dimensioniert:
- Watt-Bedarf = Raumfläche in m² × 60–100 W/m² (je nach Dämmung).
- Beispiel: 14 m² Büro, mittlere Dämmung → 14 × 80 = 1.120 W, also ein 1.200-W-Panel.
- Aufschläge: Deckenhöhe über 2,60 m, Eckzimmer mit zwei Außenwänden oder große Fensterflächen → jeweils rund 10–20 % dazu.
- Lieber leicht über- als unterdimensionieren: Ein Thermostat schaltet ein stärkeres Panel einfach früher ab; ein zu schwaches läuft dagegen ununterbrochen und wird nie fertig.
Warum keine exakte Heizlastberechnung nach DIN? Die lohnt sich bei einer Zentralheizung für das ganze Haus — für ein einzelnes Zusatz-Panel von 300 bis 1.200 W ist die Faustformel genau genug. Wer unsicher zwischen zwei Dämmstufen schwankt, nimmt die höhere: Der Mehrpreis zwischen zwei Panel-Größen liegt meist nur bei 20–40 €, ein Fehlkauf nach unten kostet dagegen ein komplettes zweites Gerät.
Über 2.000 Watt: besser zwei Panels
Ab etwa 2.000 W Bedarf stößt ein einzelnes Panel an Grenzen. Erstens gibt es kaum Geräte über 1.400–2.000 W, zweitens heizt Infrarot per Strahlung — ein einzelnes großes Panel wärmt nur, was in seinem Strahlungsfeld liegt. Zwei kleinere Panels an verschiedenen Wänden decken den Raum gleichmäßiger ab und lassen sich getrennt schalten. Für 25 m² Altbau (Bedarf ca. 2.500 W) also besser 2 × 1.200 W als ein Maximal-Panel plus kalte Ecken. Praktischer Nebeneffekt: Eine normale Steckdose ist mit einem 2.500-W-Gerät ohnehin grenzwertig belastet.
Was der Watt-Wert nicht verrät: die Betriebskosten
Ehrlicherweise ist die richtige Wattzahl nur die halbe Wahrheit. Der Watt-Bedarf sagt nichts über die Betriebskosten — und die sind bei Strom-Direktheizung erheblich: Bei 0,30 €/kWh kostet jedes 1.000 W etwa 0,30 € pro Stunde Volllast. Ein 1.600-W-Panel, das im Winter täglich 6 Stunden durchläuft, liegt bei knapp 2,90 € am Tag bzw. rund 86 € im Monat. Real taktet ein Thermostat die Laufzeit zwar auf 50–70 % herunter, teuer bleibt es trotzdem.
Deshalb gilt: Eine Infrarotheizung lohnt sich als Zusatzheizung für einzelne Räume und Übergangszeiten — als Dauer-Hauptheizung für die ganze Wohnung ist sie gegen Gas oder Wärmepumpe fast immer die teuerste Option. Ob sie sich in deinem Fall rechnet und wie sie gegen Alternativen abschneidet, steht im Infrarotheizung-Ratgeber; deine konkreten Stromkosten kalkulierst du im Stromkosten-Rechner.
Häufige Fragen
Wie viel Watt Infrarotheizung pro Quadratmeter?
Als Faustregel gelten 60–100 Watt pro Quadratmeter: rund 60 W/m² bei guter Dämmung (Neubau), 80 W/m² bei mittlerer und bis zu 100 W/m² bei schlechter Dämmung oder Altbau. Bei Deckenhöhen über 2,60 m rechnest du zusätzlich etwa 10–20 % Aufschlag ein.
Welche Infrarotheizung brauche ich für 20 qm?
Für 20 qm brauchst du je nach Dämmung etwa 1.200–2.000 Watt: 1.200 W bei guter, rund 1.600 W bei mittlerer und bis zu 2.000 W bei schlechter Dämmung. Ab etwa 2.000 W ist es sinnvoller, die Leistung auf zwei Panels an verschiedenen Wänden zu verteilen — die Strahlungswärme erreicht den Raum dann gleichmäßiger.
Reicht eine 600-Watt-Infrarotheizung?
Ja, für kleine Räume von 6–10 m², zum Beispiel ein Bad oder ein kleines Büro — als Zusatzheizung. Bei guter Dämmung deckt sie bis etwa 10 m² ab, bei schlechter Dämmung nur rund 6 m². Als alleinige Heizung für größere Räume ist sie zu schwach.
Wattzahl berechnet? Panels in der passenden Leistung findest du hier:
Infrarotheizungen ansehen → Mit Thermostat →