🗓 Aktualisiert am 17. August 2026 · EcoBack Redaktion
Der Strompreis an der Börse ändert sich stündlich — mittags mit viel Sonne ist er oft spottbillig oder sogar negativ, abends teuer. Dieses Radar zeigt dir die heutigen Stundenpreise live, markiert die günstigste Stunde und zählt die negativen Stunden.
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Von schwankenden Börsenpreisen profitierst du nur mit verschiebbarer Last oder Speicher — beides hier. Nicht selbst getestet, Preise vor Ort prüfen. Symbolbilder.
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Schaltet Verbraucher in die billigen Stunden — die Voraussetzung, um vom dynamischen Tarif zu profitieren.
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Speichert Sonnenstrom oder günstige Stunden für den teuren Abend — Modelle im Vergleich unten.
Sie saugt warme Raumluft an, kühlt sie ab und gibt sie zurück — die Abwärme geht über den Fensterschlauch nach draußen. Echte Kühlung, kein bloßer Umluft-Effekt.
Was sind negative Strompreise?
Negative Preise entstehen, wenn das Stromangebot die Nachfrage deutlich übersteigt — typisch an sonnigen oder windigen Feiertagen und Wochenenden: Viel Solar- und Windstrom trifft auf wenig Verbrauch, und unflexible Kraftwerke zahlen lieber drauf, als abzuschalten. In diesen Stunden bekommen Abnehmer rechnerisch Geld fürs Verbrauchen. Der Trend zeigt steil nach oben: allein im April 2026 waren es 123 negative Stunden, im Jahresverlauf bereits über 400.
Profitiere ich als Haushalt davon?
Direkt nur mit einem dynamischen Stromtarif (Tibber, aWATTar, Ostrom & Co.), der den Börsenpreis stündlich durchreicht — dann lohnt es sich, Spülmaschine, Wäsche oder das Laden des E-Autos in die billigen Stunden zu legen. Ehrlich dazu: Netzentgelte, Steuern und Umlagen kommen immer oben drauf, dein Endpreis wird nur in Extremfällen wirklich negativ. Indirekt profitierst du mit einem Balkonkraftwerk samt Speicher: Der lädt mittags (wenn Börsenstrom ohnehin billig ist, weil die Sonne scheint) mit deinem eigenen Solarstrom und entlädt abends zur teuersten Zeit — Preisprofil ausgehebelt, ganz ohne Tarifwechsel.
Die bekanntesten Anbieter in Deutschland — Voraussetzung ist ein intelligentes Messsystem (Smart Meter) bzw. je nach Anbieter ein eigener Zähler-Adapter. Preisstruktur grob: Börsenpreis plus Anbieter-Marge plus die üblichen Netzentgelte und Abgaben.
Tibber → Ostrom → Rabot Energy →
Transparenz: Zu diesen Anbietern besteht keine Partnerschaft — wir verdienen an diesen Links nichts und keiner der drei hat für die Nennung bezahlt. Vergleiche die aktuellen Konditionen direkt beim Anbieter.
Dein gutes Recht seit 2025: Jeder Anbieter muss einen dynamischen Tarif anbieten
Was viele nicht wissen: Seit dem 1. Januar 2025 ist jeder Stromlieferant in Deutschland gesetzlich verpflichtet, einen dynamischen Stromtarif anzubieten (§ 41a EnWG) — vorher galt das nur für Versorger mit mehr als 100.000 Kunden. Du bist also nicht auf die Spezialanbieter oben angewiesen: Auch dein Stadtwerk muss dir auf Nachfrage einen Tarif nennen, der den Börsenpreis durchreicht.
Der Haken ist nicht das Angebot, sondern der Zähler: Der Anspruch setzt ein intelligentes Messsystem (Smart Meter) voraus — und damit waren Ende 2025 erst knapp 4 Prozent aller Messstellen ausgestattet, selbst bei den gesetzlichen Pflichteinbaufällen erst rund 20 Prozent (Auswertung: pv magazine, Datenbasis Bundesnetzagentur). Praktisch heißt das: Wer einen dynamischen Tarif will, klärt zuerst den Zähler. Zuständig ist der Messstellenbetreiber — er steht auf deiner Stromrechnung; ein Einbau auf Wunsch ist möglich, je nach Betreiber gegen Aufpreis.
Zweites Preissignal: zeitvariable Netzentgelte (§ 14a Modul 3)
Neben dem Börsenpreis wird ein zweiter Baustein deines Strompreises zeitabhängig: die Netzentgelte. Seit dem 1. April 2025 müssen Verteilnetzbetreiber Haushalten mit steuerbaren Geräten nach § 14a EnWG — Wärmepumpe, Wallbox oder Heimspeicher mit mehr als 4,2 kW — zeitvariable Netzentgelte als Option anbieten („Modul 3“): günstiger, wenn das Netz leer ist, teurer zur Spitzenlast. In der Praxis kommt das erst langsam an: Über ein Jahr nach dem Stichtag boten laut einer Auswertung der Fachzeitung ZfK erst 14 von 169 untersuchten Netzbetreibern Modul 3 tatsächlich an (ZfK-Recherche).
Ehrlich eingeordnet für diese Seite: Eine mobile Klimaanlage (~1 kW) ist keine steuerbare Verbrauchseinrichtung — von § 14a-Rabatten profitierst du mit ihr nicht direkt. Die Logik dahinter ist trotzdem dieselbe wie beim Börsenpreis, und sie funktioniert auch ohne Sondertarif: mittags vorkühlen, abends gleiten lassen — dann liegst du automatisch in den Stunden, die beide Preissignale belohnen.
Börsenpreis vs. dein Haushaltspreis
| Komponente | Anteil am Endpreis (~37 ct/kWh) |
|---|---|
| Beschaffung (Börsenpreis) | ~10–15 ct — der Teil, der stündlich schwankt |
| Netzentgelte | ~9–11 ct |
| Steuern, Abgaben, Umlagen | ~9–11 ct |
| Vertrieb & Marge | ~2–4 ct |
Richtwerte Stand Juli 2026 — genaue Anteile variieren nach Region und Tarif.
Häufige Fragen
Was sind negative Strompreise?
Negative Strompreise entstehen an der Strombörse (EPEX Day-Ahead), wenn das Angebot die Nachfrage deutlich übersteigt — typisch an sonnigen oder windigen Feiertagen und Wochenenden. In diesen Stunden bekommen Abnehmer rechnerisch Geld dafür, Strom zu verbrauchen. 2026 gab es allein im April 123 negative Stunden, im Jahresverlauf bereits über 400.
Profitiere ich als normaler Haushalt von negativen Strompreisen?
Nur mit einem dynamischen Stromtarif (z. B. Tibber, aWATTar, Ostrom), der den Börsenpreis stündlich durchreicht. Mit klassischem Festpreistarif bleibt dein Preis konstant. Achtung: Auch im dynamischen Tarif kommen Netzentgelte, Steuern und Abgaben oben drauf — der Endpreis wird nur in Extremfällen wirklich negativ.
Warum ist der Börsenpreis so viel niedriger als mein Strompreis?
Der Börsenpreis (2026 im Schnitt grob 10–15 Cent pro kWh) ist nur die Beschaffungskomponente. Dein Haushaltspreis von rund 37 Cent enthält zusätzlich Netzentgelte, Steuern, Umlagen und die Marge des Versorgers — zusammen etwa zwei Drittel des Endpreises.
Wie nutze ich günstige Börsenstunden ohne dynamischen Tarif?
Indirekt: Ein Balkonkraftwerk mit Speicher macht dich von teuren Abendstunden unabhängiger — der Speicher lädt mittags (wenn Strom an der Börse ohnehin billig oder negativ ist, weil die Sonne scheint) mit eigenem Solarstrom und gibt ihn abends ab. So koppelst du dich vom Preisprofil ab, ganz ohne Tarifwechsel.
Muss mein Stromanbieter einen dynamischen Tarif anbieten?
Ja. Seit dem 1. Januar 2025 ist jeder Stromlieferant nach § 41a EnWG verpflichtet, einen dynamischen Stromtarif anzubieten — die frühere Grenze von 100.000 Kunden ist gefallen. Voraussetzung auf deiner Seite ist ein intelligentes Messsystem (Smart Meter); damit waren Ende 2025 erst knapp 4 Prozent aller Messstellen ausgestattet. Der Zähler ist also meist der eigentliche Engpass, nicht das Tarifangebot.
Was sind zeitvariable Netzentgelte (§ 14a Modul 3)?
Seit dem 1. April 2025 müssen Netzbetreiber Haushalten mit steuerbaren Geräten nach § 14a EnWG (z. B. Wärmepumpe, Wallbox oder Heimspeicher über 4,2 kW) zeitvariable Netzentgelte anbieten: In Schwachlastzeiten sinkt der Netzentgelt-Anteil, zur Spitzenlast steigt er. Zusammen mit einem dynamischen Tarif werden damit zwei Bausteine des Strompreises zeitabhängig. Eine mobile Klimaanlage zählt nicht als steuerbare Einrichtung — sie profitiert nur indirekt über den Börsenpreis.
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