🗓 Aktualisiert am 27. September 2026 · EcoBack Redaktion
Kurz: Laufzeit = Wattstunden ÷ Watt. Ein 18-V-Akku mit 5 Ah hat 90 Wh. Auf 2.000 W sind das 2,7 Minuten, auf 500 W knapp 11 Minuten, auf 25 W dreieinhalb Stunden. Einen Raum heizt ein Akku deshalb nicht: 10 m² brauchen nach unseren Richtwerten 600–1.000 W, und dafür reichen 90 Wh 5 bis 9 Minuten. Was ohne Steckdose wirklich wärmt, heizt den Körper statt der Luft — Weste, Sitzauflage, Heizkissen.
Anzeige · Affiliate-Links — für dich derselbe Preis
In der Reihenfolge der Seite: Wärme an den Körper, dann der Sitzplatz, und das Netzgerät nur, wo eine Steckdose ist. Nicht selbst getestet. Symbolbilder.
Beheizte Weste (Akku)
Heizt dich statt der Luft — die Wattzahl der Stufe steht im Datenblatt, der Rechner oben macht daraus Stunden.
Beheizte Sitzauflage
Wärme dort, wo du sitzt: kleine Wattzahl, und damit reicht auch ein kleiner Akku lange.
Heizlüfter mit Thermostat (Netz)
Eine Stunde mit 1.000 W kostet bei 0,30 €/kWh 30 Cent und läuft, solange du willst — der Akku ist dann keine Ersparnis.
Die Rechnung: Wattstunden durch Watt
Auf jedem Werkzeugakku stehen zwei Zahlen: Volt und Amperestunden. Multipliziert ergeben sie die Wattstunden, also die Energie im Akku. 18 V × 5 Ah = 90 Wh. Teilt man die durch die Leistung des Heizgeräts, kommt die Laufzeit in Stunden heraus. Mehr steckt nicht dahinter, und deshalb lässt sich jede Laufzeitangabe mit dem Typenschild nachprüfen.
| Leistung | 18 V · 2 Ah (36 Wh) | 18 V · 5 Ah (90 Wh) | 18 V · 8 Ah (144 Wh) |
|---|---|---|---|
| 2.000 W (Heizlüfter, volle Stufe) | 1,1 min | 2,7 min | 4,3 min |
| 1.000 W | 2,2 min | 5,4 min | 8,6 min |
| 500 W | 4,3 min | 10,8 min | 17,3 min |
| 50 W (Heizkissen-Klasse) | 43 min | 1 h 48 min | 2 h 53 min |
| 25 W | 1 h 26 min | 3 h 36 min | 5 h 46 min |
Zwei Akkus im Gerät bedeuten doppelte Wattstunden und doppelte Minuten, an der Größenordnung ändert das nichts. Die Werte sind die Nennkapazität; was ein Akku tatsächlich abgibt, liegt in der Praxis etwas darunter.
Nennkapazität, ohne Verluste. Die Leistung steht auf dem Typenschild oder im Datenblatt, getrennt nach Stufen.
Stunden oder Minuten: warum beide Angaben stimmen können
Wer nach Akku-Heizlüftern sucht, findet beides: Vergleichsseiten, die drei bis vier Stunden Laufzeit nennen, und Ratgeber, die von wenigen Minuten sprechen. Beides kann richtig sein, es beschreibt nur verschiedene Stufen. Drei bis vier Stunden aus einem 90-Wh-Akku heißen: im Schnitt 22 bis 30 Watt. Das ist die Leistung eines kleinen Heizkissens, nicht eines Heizlüfters. Auf voller Stufe ist derselbe Akku nach Minuten leer.
Die Frage vor dem Kauf ist deshalb nicht „wie lange", sondern „wie lange auf welcher Stufe". Steht im Datenblatt nur eine Laufzeit und keine Wattzahl dazu, ist die Angabe für einen Vergleich nicht zu gebrauchen. Hat ein Gerät zusätzlich ein Netzkabel, lohnt der Blick, welche Stufen im Akkubetrieb überhaupt freigegeben sind.
Warum ein Akku keinen Raum heizt
Unsere Richtwerte für elektrisches Heizen liegen bei 60 bis 100 W je m² in einem gedämmten Raum (dieselben Werte wie in der Heizungs-Leiter und im offenen Datensatz). Eine kleine Werkstatt mit 10 m² braucht damit 600 bis 1.000 W — ein 90-Wh-Akku liefert das 5 bis 9 Minuten lang. Eine ungedämmte Garage braucht mehr, nicht weniger; was dort mit Steckdose funktioniert, steht in Infrarotheizung für die Garage.
Das Laden kostet übrigens fast nichts: 90 Wh sind bei 0,30 €/kWh 2,7 Cent. Der Strom ist nicht das Problem, sondern wie wenig davon in einen Akku passt. Wo eine Steckdose ist, kostet eine Stunde mit 1.000 W 30 Cent und läuft so lange, wie du willst.
Was ohne Steckdose wirklich wärmt
Wenn der Akku klein ist, muss die Wärme dorthin, wo sie gebraucht wird: an den Körper. Alles, was Luft erwärmt, verteilt sie im Raum und verliert sie an Wände und Türritzen; alles, was am Körper anliegt, kommt mit einem Bruchteil der Leistung aus. Ein Heizkissen liegt bei 40–60 W (siehe Heizdecke und Heizkissen: Stromverbrauch), und damit reichen 90 Wh anderthalb bis zwei Stunden.
| Situation | Was funktioniert | Was nicht |
|---|---|---|
| Werkstatt, Garage mit Steckdose | Heizgerät am Netz, nah am Arbeitsplatz | Akku als „Raumheizung" |
| Draußen, Baustelle, Angeln, Tribüne | Beheizte Weste, Sitzauflage, Handwärmer | Heizlüfter mit Akku auf voller Stufe |
| Kurz die Hände wärmen | Akku-Gerät auf kleiner Stufe, Minuten statt Stunden | Dauerbetrieb |
Häufige Fragen
Wie lange hält ein Akku-Heizlüfter?
Wattstunden des Akkus geteilt durch die Leistung. Ein 18-Volt-Akku mit 5 Ah hat 90 Wattstunden; bei 2.000 Watt sind das 2,7 Minuten, bei 500 Watt knapp 11 Minuten, bei 25 Watt dreieinhalb Stunden. Nicht der Akku allein entscheidet, sondern die Stufe, auf der das Gerät gerade heizt.
Kann ein Akku-Heizlüfter einen Raum heizen?
Nicht nennenswert. Ein gedämmter Raum braucht nach unseren Richtwerten 60 bis 100 Watt je Quadratmeter, zehn Quadratmeter also 600 bis 1.000 Watt. Ein 90-Wattstunden-Akku hält das 5 bis 9 Minuten durch. Für einen Raum braucht es eine Steckdose.
Warum werben manche Geräte mit mehreren Stunden Laufzeit?
Weil die Laufzeit für eine kleine Stufe gilt. Wer mit einem 90-Wattstunden-Akku drei bis vier Stunden erreicht, zieht im Schnitt nur 22 bis 30 Watt. Das wärmt eine Hand oder einen Sitzplatz, keinen Raum. Die Werbung mit Stunden und die Kritik mit Minuten können beide stimmen, sie beschreiben verschiedene Stufen.
Was wärmt ohne Steckdose wirklich?
Alles, was die Wärme an den Körper bringt statt in die Luft: beheizte Weste, beheizte Sitzauflage, Heizkissen. Ein Heizkissen braucht 40 bis 60 Watt, ein Akku mit 90 Wattstunden reicht damit rund anderthalb bis zwei Stunden. Gibt es eine Steckdose, kostet eine Stunde mit 1.000 Watt bei 0,30 Euro je Kilowattstunde 30 Cent, dann ist der Akku keine Ersparnis, sondern nur eine Grenze.