🗓 Aktualisiert am 24. September 2026 · EcoBack Redaktion
Transparenz vorweg: Wir testen keine Geräte und keine Thermostate. Die Rechnungen auf dieser Seite kannst du nachrechnen, die Hinweise zum Aufstellort stammen aus den Ratgebern der Branche, die wir unten verlinken. Wir nennen kein Modell.
Eine Infrarotheizung ist eine elektrische Widerstandsheizung. Solange sie an ist, zieht sie die Leistung, die auf dem Typenschild steht, nicht mehr und nicht weniger. Einen Sparmodus im Panel gibt es nicht. Was sich ändern lässt, ist allein, wie viele Stunden sie an ist, und genau das entscheidet das Thermostat: Es schaltet ein, wenn der Raum unter die eingestellte Temperatur fällt, und aus, wenn sie erreicht ist.
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Die zwei Bauarten, die ohne Installation gehen, und das Messgerät, das zeigt, was sie sparen. Nicht selbst getestet. Symbolbilder.
Steckdosenthermostat
Zwischen Steckdose und Panel — Belastbarkeit auf dem Typenschild mit der Leistung des Panels vergleichen.
Funk-Thermostat mit Empfänger
Misst dort, wo du sitzt, statt auf Fußleistenhöhe — bei manchen Systemen für mehrere Panels.
Energiekostenmessgerät
Zeigt die kWh eines Abends — die einzige Zahl, die dir sagt, was das Thermostat wirklich spart.
Was ein Thermostat an der Rechnung ändert
Ein Rechenbeispiel mit einem 10-m²-Zimmer: Bei 60 W pro m², der unteren Stufe aus unserem Watt-Rechner für gut gedämmte Räume, sind das 600 W. Ohne Thermostat läuft das Panel an einem Abend von acht Stunden durch:
0,6 kW × 8 h = 4,8 kWh. Bei 0,30 €/kWh sind das 1,44 € für den Abend.
Mit Thermostat läuft es nur, solange der Raum unter der Zieltemperatur liegt. Wie viele Stunden das sind, hängt an Dämmung, Außentemperatur, Zieltemperatur und der Größe des Panels im Verhältnis zum Raum. Das kann dir niemand vorher sagen, auch wir nicht. Du kannst es aber in einem Abend messen: ein Energiekostenmessgerät zwischen Steckdose und Thermostat stecken, den Abend normal heizen, am Ende die kWh ablesen. Dann ist die Rechnung einfach:
| Das Messgerät zeigt für 8 Stunden | Kosten bei 0,30 €/kWh | gegenüber Dauerbetrieb |
|---|---|---|
| 4,8 kWh | 1,44 € | das Thermostat hat nie abgeschaltet |
| 3,6 kWh | 1,08 € | 0,36 € weniger |
| 2,4 kWh | 0,72 € | 0,72 € weniger |
Zeigt das Gerät die vollen 4,8 kWh, ist das ein Befund: Entweder ist das Panel für den Raum zu klein, oder die Zieltemperatur ist höher, als dieser Raum mit diesem Panel erreichen kann. Ein Thermostat spart dann gar nichts, und das ist die wichtigste Information, die dir der Abend liefert.
Vier Arten, eine Infrarotheizung zu regeln
| Bauart | Wo gemessen wird | Installation | Für Mieter |
|---|---|---|---|
| Steckdosenthermostat | In der Steckdose, meist auf Fußleistenhöhe | Einstecken, Panel einstecken | Ja |
| Funk-Thermostat mit Empfänger | Wo du den Fühler hinstellst oder hängst | Empfänger an die Steckdose, Fühler frei platzieren | Ja, wenn der Empfänger ein Stecker ist |
| Im Panel eingebaut | Am oder im Gerät selbst | Keine, schon dabei | Ja |
| Wandthermostat, fest verdrahtet | An der Wand, frei gewählt | Elektrofachkraft | Nur mit dem Vermieter |
Steckdosenthermostat: die einfachste Lösung und die einzige, bei der man wirklich nichts montiert. Der Haken ist der Messort. Steckdosen sitzen meist auf Fußleistenhöhe, und dort ist es kühler als auf der Höhe, auf der du sitzt, weil kalte Luft nach unten sinkt. Das Thermostat heizt dann eher etwas länger, als du brauchst. Stell den Zielwert danach ein und prüf ihn mit einem Thermometer auf Tischhöhe.
Funk-Thermostat: Der Fühler steht, wo du ihn haben willst, zum Beispiel am Schreibtisch. Bei manchen Systemen regelt ein Funk-Thermostat mehrere Panels gleichzeitig, was in einem großen Raum mit zwei Heizflächen praktisch ist. Ob dein System das kann, steht in dessen Anleitung.
Eingebautes Thermostat: bequem, weil schon dabei. Es misst aber am Gerät, also genau dort, wo die Ratgeber der Branche den Fühler gerade nicht haben wollen, nämlich nah an der Wärmequelle. Das kann funktionieren. Es misst aber die Temperatur am Panel, nicht die an deinem Platz.
Wohin der Fühler gehört
Die Hinweise der Heizungsratgeber sind sich einig, und sie folgen alle derselben Logik: Der Fühler soll die Raumluft dort messen, wo du dich aufhältst, und nicht irgendeine Wärme, die zufällig auf ihn fällt.
- Nicht in die Strahlung des Panels. Eine Infrarotheizung erwärmt Flächen, auch das Gehäuse des Thermostats. Steht es in ihrem Strahlungsbereich, hält es den Raum für wärmer, als er ist, und schaltet zu früh ab.
- Nicht in die Sonne. Aus demselben Grund: Ein Fühler in der Mittagssonne regelt nach der Sonne, nicht nach dem Raum.
- Nicht versteckt. Nicht in Nischen, hinter Vorhängen oder hinter Möbeln, wo die Luft steht.
- Mit Abstand zum Heizgerät. Ein gewisser Abstand zum Panel ist Voraussetzung dafür, dass die Regelung überhaupt sauber arbeitet.
Belastbarkeit: die Zahl auf dem Thermostat
Ein Steckdosenthermostat schaltet die volle Leistung des Panels, über Stunden. Auf seinem Typenschild steht, wie viel es schalten darf, als Watt oder als Ampere. Diese Zahl muss über der Leistung deines Panels liegen. Hängen zwei Panels an einem Thermostat, zählen beide zusammen. Wenn das Typenschild nur Ampere nennt: Ampere × 230 V ergibt die Watt.
Und wie bei jedem Heizgerät: direkt in die Wandsteckdose, nicht über eine Steckdosenleiste, die dafür nicht ausgelegt ist. Warum das so ist und was ein 16-A-Stromkreis an Heizleistung verträgt, steht in Heizlüfter schaltet sich aus — für ein Panel gilt dieselbe Rechnung.
Für Mieter
Ein Steckdosenthermostat oder ein Funk-Thermostat mit Steckdosen-Empfänger braucht keine Installation und ist mit einem Handgriff wieder draußen. Anders sieht es beim Panel selbst aus: Ein Wandpanel wird verschraubt. Wer nicht bohren will, findet die Alternative im Ratgeber Infrarotheizung als Standgerät. Welche Leistung dein Raum braucht, rechnet der Watt-Rechner, und wann sich Infrarot überhaupt lohnt, steht im Infrarotheizung-Ratgeber.
Häufige Fragen
Braucht eine Infrarotheizung ein Thermostat?
Ohne Thermostat läuft sie mit voller Leistung, solange sie eingeschaltet ist. Ein 600-Watt-Panel braucht dann an einem Abend von acht Stunden 4,8 kWh, bei 0,30 Euro pro kWh rund 1,44 Euro. Mit Thermostat läuft es nur, solange der Raum unter der Zieltemperatur liegt. Wie viel das spart, zeigt ein Energiekostenmessgerät nach einem Abend.
Welches Thermostat für eine Infrarotheizung in der Mietwohnung?
Ein Steckdosenthermostat oder ein Funk-Thermostat, dessen Empfänger in die Steckdose kommt. Beide brauchen keine Installation. Ein fest verdrahtetes Wandthermostat gehört in die Hand einer Elektrofachkraft und ist in der Mietwohnung eine Frage an den Vermieter.
Wo soll das Thermostat für eine Infrarotheizung hin?
Dorthin, wo du dich aufhältst, aber nicht in die Strahlung des Panels, nicht in die Sonne und nicht versteckt in Nischen, hinter Vorhängen oder Möbeln. Ein Steckdosenthermostat misst auf Fußleistenhöhe, wo es kühler ist; den Zielwert deshalb mit einem Thermometer auf Tischhöhe prüfen.
Spart ein Thermostat bei der Infrarotheizung wirklich Strom?
Es spart Stunden, nicht Leistung. Wie viele, hängt an Dämmung, Außentemperatur und Panelgröße. Zeigt ein Energiekostenmessgerät nach acht Stunden an einem 600-Watt-Panel die vollen 4,8 kWh, hat das Thermostat nie abgeschaltet und spart nichts: Dann ist das Panel für den Raum zu klein oder der Zielwert zu hoch.